Tintentanks zum Wiederbefüllen: Nachhaltige CISS-Drucker

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Tintentanks zum Wiederbefüllen: Nachhaltige CISS-Drucker

3. Dezember 2020 Allgemein Drucker Tinten 0

Canon Pixma G-Serie
Canon Pixma G4511 (Quelle: Canon)

Bereits am Markt

Seit 2014 bietet EPSON bereits Drucker der Ecotank-Serie an. Brother konzipierte 2015 den Inkbenefit Plus und Hewlett Packard 2016 die GT-Serie – Tintenstrahldrucker mit Nachfülltinte. Auch Canon hat die PIXMA G-Serie mit nachfüllbaren Tintentanks auf dem Markt gebracht (siehe Bild oben).


CISS-Drucker (CISS = Continuous Ink Supply System) sind so konzipiert, dass Druckertinte nicht wie in herkömmlichen Tintenstrahldruckern per Druckerpatrone gewechselt, sondern einfach per Nachfüll-Tintenflasche wiederbefüllt wird. Ein Konzept, das längst auf dem Markt erwartet wurde, sind Druckertinten doch mit die teuersten Flüssigkeiten der Welt.

Rund 10 Euro für 7.000 Farbseiten

CISS-Drucker erfüllen alle Anforderungen wie herkömmliche Tintenstrahler, sind allerdings in Sachen Folgekosten für Originalpatronen viel sparsamer. Nachfülltinte aus Flaschen für rund 7.000 Seiten in Farbe kostet bei all diesen Modellen kaum mehr als zehn Euro.

Quelle: Canon

Weg vom Wegwerfmodell

Zwar verteuern sich die Tintenstrahldrucker selbst um den Faktor drei bis fünf. Verglichen zum langjährigen Nachkauf von Druckerpatronen geht die Rechnung allerdings mehr als auf.

Qualitativ wertigere Geräte besitzen eine höhere Lebenserwartung, als Drucker für 39 Euro, die beim ersten Defekt meistens weggeworfen werden. Denn Reparaturen lohnen sich schlicht nicht. Auch entfällt die energie- und wasserintensive Produktion von Druckerpatronen. Diese enthalten ohnehin nur geringe Mengen Druckertinte. Zusätzlich vermeidet man riesige Müllberge von Leerpatronen nach deren Gebrauch. Dieser ökologische Irrsinn wäre damit eingedämmt, was in Sachen Nachhaltigkeit zusätzlich klar punktet.

Für die Hersteller entfallen aufwändige Patronenkonstruktionen aufgrund günstigerer Folgekosten. Außerdem entfällt auch für Fremdanbieter der Nachbau von Chips und Patronengehäuse. Man konzentriert sich stattdessen gemeinsam auf das, worauf es bei einem Tintenstrahldrucker ankommt: Die Druckertinte mit der gedruckt wird. Warum nicht gleich so?

 

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